Sardinien 2006 Trainingscamp

Einmal Alghero und zurück

ImageWer träumt nicht nach 3 Monaten Winterwetter vom Skaten in der Sonne? Nachdem ich bereits im letzten Jahr nach 3 Tagen die Suche nach einer Flugverbindung Hamburg Alghero aufgegeben hatte, beauftragte ich in diesem Jahr mein Reisebüro. Deutlich teuerer als bei den Billigfliegern aber dafür mit nur 5 Stunden Reisezeit buchte ich Hamburg / Rom / Alghero für die erste Woche des Experts in Speed Trainingscamps auf Sardinien.

Bereits einige Wochen vor Beginn der Reise kündigte ein Mail die Stornierung der Flüge von Ryanair an. Der Flughafen in Alghero sollte für eine Woche geschlossen bleiben, da die Landebahn erneuert wird. Eine Anfrage bei Lufthansa und AirOne ergab „alles OK, keine Probleme mit dem Flug“.

Zwei Wochen später wurde mein Reisebüro dann doch über die Stornierung des Fluges Rom Alghero informiert. Da die Baumaßnahmen nur eine Woche dauern sollten, buchte ich auf die zweite Woche im Trainingscamp um.

Am Freitag, zwei Tage vor meinem Abflug kam die Information, dass die Baumaßnahmen immer noch nicht abgeschlossen waren und der Flug Rom / Alghero gestrichen wurde. Die AirOne war nicht erreichbar. Mein Reisebüro bucht mich auf einen Flug Rom / Olbia um und das Experts in Speed Team organisiert meinen Transfer von Olbia nach Alghero.

Leider hat mein Koffer den Weg nach Olbia nicht auf Anhieb gefunden und so wartete ich 3 Tage, bis meine Sachen im Hotel eintrafen. Zum Glück hatte ich die Skates, Helm, Kulturbeutel und eine Trikot Grundausstattung im Handgepäck!

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Technikübungen auf der Kartbahn
Die Woche im Trainingscamp war jedoch ein Traum. Die Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad und wenn es einen Schauer gab, dann war dieser auch schnell wieder vorbei und die Straßen zügig wieder getrocknet. Eine Woche mit Technikübungen, Videoanalyse und Ausfahrten war für mich der perfekte Einstieg in die Saison 2006. Das Hotel lag in einer Bucht mit traumhaften Blick auf das Wasser, das Essen war reichlich und lecker und das Experts in Speed Team hat ein einfallsreiches Rahmenprogramm organisiert.
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Ausfahrt bei Sonnenschein


Die Technikübungen wurden auf einer Kartbahn in der Nähe des Flughafens durchgeführt. Die große Anzahl der Baufahrzeuge und der Zustand der Landebahn ließ den Schluss zu, dass die Baumaßnahmen nicht wie geplant zum Ende meiner Woche abgeschlossen sein würden. Ein Anruf bei meinem Reisebüro 2 Tage vor meinem Rückflug bestätigte diese Vermutung.

Es folgte eine Fahrt zum Flughafen und der nüchterne Hinweis des AirOne Personals, dass das Ticket wegen der Schließung des Flughafens seine Gültigkeit verloren hat und ich den Kaufpreis erstattet bekomme. Meine Bitte doch für mich nach einer Alternative zu schauen und ggf. meinen Lufthansa Flug Rom / Hamburg umzubuchen wurde zurückgewiesen. Das Schild „Partner der Lufthansa“ am Schalter hatte keinen Wert. Mein Reisebüro hat dann aus Deutschland einen neuen Flug von Olbia nach Mailand mit der Meridiana gebucht und bei der Lufthansa eine Umbuchung auf die Flüge Mailand / Frankfurt / Hamburg erwirken können.

So ging es dann um 4 Uhr mit dem PKW nach Olbia und von dort mit dem Flieger nach Mailand. Die Lufthansa Maschine nach Frankfurt hat einen Slot mit 50 Minuten Verspätung aus Frankfurt erhalten. Mein Anschluss nach Hamburg war somit verpasst und ich musste auf die nächste Maschine warten. Diese hatte ebenfalls eine Stunde Verspätung und ich war nach ca. 13 Stunden in Hamburg. Ich bin nicht sicher, ob der Slogan „there´s no better way to fly“  wirklich zutrifft.

 

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Perfektes Blau
Mein Fazit: Die Reise ist zumindest ab Hamburg nicht ganz unproblematisch. Bei dem ganzen Ärger mit Verspätungen und Gepäckverlust lohnt eventuell doch eine weitere Fahrt zum Flughafen eines Billigfliegers, wenn damit eine Direktverbindung ermöglicht wird. Der Flug ist deutlich günstiger, der Service und die Organisation sind besser und Ryanair hat sich um einen Ersatzflug ab Olbia gekümmert. Hingegen einen das Partnerunternehmen der Lufthansa vor Ort einfach stehen lässt.

Das Trainingscamp auf Sardinien lohnt sich auf jeden Fall. Die Organisation vor Ort war perfekt und das komplette Team um Sebastian hat diese Woche zu einem schönen Erlebnis gemacht. Danke an dieser Stelle auch noch einmal für die Hilfe bei meinen diversen Fahrten zu den Flughäfen.

Jona Fuchs

 

(Fotos von Stephan Repke)